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 Die Zwillinge Nilima und Siddi

Die Zwillinge 2018Winzige Zwillingsmädchen wurden vor zwei Jahren im Frühling 2018 geboren. In Tangra, einem Bezirk Kalkuttas. Ihr Zuhause ist eine kleine Hütte in einem Slum an einem Kanal. Und sie heißen Nilima und Siddi.

Ihre Mutter war Teil des Mutter-Kind-Gesundheitsprogramms bei Calcutta Rescue und wurde bereits in der Schwangerschaft von Sheila, der verantwortlichen Krankenpflegerin, betreut. Ihr Vater ist ein Tagelöhner, manchmal hat er ein paar Stunden Arbeit in irgendeiner der Fabriken, manchmal nicht. Während der momentanen Krise gibt es gar nichts an Arbeit.In den armen Gesellschaftsschichten ist schon eine Schwangerschaft mit einem Kind nicht immer einfach für Mutter und Baby, und gleich zwei im Bauch zu tragen, ist dort viel mehr noch wie hier eine Risikoschwangerschaft. Dank der guten Versorgung verlief alles ohne Komplikationen. Einmal im Monat fährt Sheila mit der mobilen Straßenambulanz in den Bezirk und schaut wie es den Frauen und den Babys geht. Sie untersucht sie und           Weiterlesen...

 

 Super-Zyklon Amphan Update

priti

Am 27.5. hat uns eine Nachricht von Jaydeep erreicht, die wir mit Ihnen teilen möchten:

"Liebe Freundinnen und Freunde von Calcutta Rescue,

Ich weiß, dass viele von Ihnen über die Situation in Kalkutta nach dem Zyklon Amphan letzte Woche beunruhigt waren, deshalb möchte ich Sie kurz auf den neuesten Stand bringen.

Die gute Nachricht ist, dass alle unsere Mitarbeiter und Schulkinder den Horror von Mittwochnacht überlebt haben und die Auswirkungen auf unsere eigenen Gebäude begrenzt waren. Die schlechte Nachricht ist, dass, obwohl wir hoffen, dass es den meisten unserer Patienten gut geht, wir mit vielen von ihnen keinen Kontakt herstellen konnten. In den ländlichen Gebieten um Kalkutta, in denen viele von ihnen leben, gab es Verwüstungen: Ernten wurden vernichtet, Häuser ausgelöscht und ganze Dörfer überflutet. Innerhalb der Stadt            Weiterlesen...

 

 Super-Zyklon Amphan

priti

Zyklone bilden sich immer wieder über der bengalischen Bucht und stürmen über Bangladesch und Westbengalen hinweg. Am Stärksten betroffen sind meist die Küsten und bestimmte Landstriche, in denen die Menschen so gut es geht zum Schutz vorher evakuiert werden.

Am 20.5. wütete der Super-Zyklon Amphan und gegen 18 Uhr abends traf er auch Kalkutta. Die Stadt kommt meistens glimpflich davon, dieses Mal war es so stark wie noch nie und innerhalb drei heftiger Stunden hat er auch in der Stadt ein Bild der Verwüstung und Zerstörung hinterlassen.

Den Mitarbeitern von Calcutta Rescue geht es soweit gut. Sie haben auch bereits ein paar Nachrichten von Bedürftigen, Schulkindern und Patienten. Vier Familien in der Strand Road entlang des Hooghly Flusses (und vermutlich noch vielen anderen dort) sind ihre kompletten Häuser weg geweht worden und sie haben nichts mehr als eine Plastikplane, um sich und ihr weniges Hab und Gut zu schützen. Viele der Kinder und Familien stehen ohne Dach über ihrem Zuhause da. Ein ehemaliger Schüler von Calcutta Rescue, nun Student, erzählte, dass ein Baum direkt neben seiner Hütte herunter kam. Er hatte Glück - und eine riesen Angst.

Umstürzende Bäume und auch die Strommasten sind mit die größte Gefahr während des Sturms und Regens. Und davon sind viele zu Boden oder auf Häuser gefallen. Etliche Straßen und Bezirke wurden zusätzlich überflutet. Das wirkliche Ausmaß ist noch nicht zu überschauen. Vielerorts         Weiterlesen...

 

 

pritiLiebe Freundinnen und Freunde von Calcutta Rescue,

bevor ich Euch über die Geschehnisse der letzten Wochen in Kalkutta auf den neuesten Stand bringe, möchte ich den Unterstützern in aller Welt meine große Anerkennung aussprechen, die seit Beginn dieser Krise alles in ihrer Macht Stehende tun, um unsere Arbeit für die Armen zu unterstützen. Viele von Euch haben bereits gespendet und Menschen helfen auf bemerkenswerte Weise, Geld zu sammeln, wie Danielle Aird, die mit ihren Freunden Masken für Menschen in Ontario, Kanada, anfertigt und das, was sie spenden, der Organisation zur Verfügung stellt.

Calcutta Rescue hat immer das Glück gehabt, wunderbare Unterstützer zu haben, und ich freue mich, dass zwei von ihnen, Lilian Teunissen und Henk Loos, gerade vom König der Niederlande für ihre langjährigen Verdienste um die Organisation zum Ritter geschlagen wurden.
Gleichzeitig waren wir alle tief erschüttert, als wir am 27. April im Alter von nur 22 Jahren vom Tod eines weiteren Unterstützer, Kavi Varsani, durch den Coronavirus erfuhren. Kavi war ein reizender junger Mann, der bei der Durchführung von Veranstaltungen für unsere Britisch-Indische Gruppe geholfen hatte, und ich erinnere mich mehr als alles andere an sein Lächeln von einer Veranstaltung, an der ich 2018 in London teilnahm. Sein Tod war eine deutliche Erinnerung daran, dass wir alle durch diese Krankheit gefährdet sind, und unsere Gedanken und Gebete gehen in dieser schrecklichen Zeit an Kavis Familie.

Hier in Kalkutta haben wir jetzt ein Auge auf die Planung für die längerfristigen Auswirkungen der Pandemie geworfen, während wir weiterhin ein Auge auf die Durchführung unseres Programms zur Wiederversorgung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten haben.
Die Preise für einige Medikamente haben sich bereits verdoppelt und        Weiterlesen...

 

 Volontär Guy Dondlinger berichtet von seinem Einsatz in den Schulen

priti

Nachdem ich mich ein paar Wochen in Kalkutta eingelebt hatte, begann ich am 1. Dezember 2019 in den Schulen von Calcutta Rescue mitzuarbeiten. Ich bin ursprünglich Softwareentwickler. Als ich mich für die Freiwilligenarbeit bewarb, dachte ich hauptsächlich daran, Computerstunden zu halten und Englisch zu unterrichten. Da Calcutta Rescue ein gutes Auge darauf hat, dass die Schüler mit der Computertechnologie arbeiten, auch wenn sie diese Möglichkeiten zu Hause in der Familie nicht haben, fand ich in diesem Bereich tatsächlich meinen Einsatz. Zusätzlich bildete ich ein Team mit der Berufsberaterin der Schulen, die vor allem mit den älteren Schülern arbeitet.
Leider kam mein Aufenthalt durch die Corona Krise und die Schließung der Schulen zu einem abrupten Ende, so dass ich zwei Monate früher als geplant zurückkehrte.

Hier nun ein kleiner Einblick in die Bereiche, in die ich involviert war:         Weiterlesen...

 

 Telefonische Betreuung in den Ambulanzen während Covid-19

priti

Die meisten Patienten der Nimtala Ambulanz leben auf der Straße, so dass es eine wirkliche Herausforderung ist, mit ihnen in Kontakt zu bleiben - vor allem auch gerade jetzt in der Abriegelung wegen Covid-19.

Asif Ahamed, der Leiter der Ambulanz, hat diese anspruchsvolle Aufgabe übernommen. Die Tatsache, dass Asif mehr als 100 km von Nimtala entfernt lebt, macht es nicht leichter.

Er braucht mehr als 3 Stunden, um mit dem Zug dorthin zu gelangen, und 3 Stunden, um wieder nach Hause zurückzukehren. Aufgrund der Abriegelung ist er gezwungen, von zu Hause aus zu arbeiten und kann seine Patienten nur per Mobiltelefon betreuen.

Jeden zweiten Tag ruft Asif alle Patienten an, die ein Handy besitzen und erkundigt sich nach ihrem Gesundheitszustand, ob sie regelmäßig Medikamente einnehmen, wie es ihren Familien geht und vieles mehr. Wenn ein Patient gesundheitliche Probleme hat,     Weiterlesen...

 

 

priti

Liebe Freundinnen und Freunde von Calcutta Rescue,

 শুভ নববর্ষ। - ein sehr glückliches neues Jahr für Euch und Eure Familien!

Am Mittwoch wurde das bengalische Neujahr gefeiert und obwohl es vielleicht nicht sehr verheißungsvoll mit der Verlängerung der indischen Abriegelung bis zum 3. Mai begonnen hat, hoffen wir doch alle auf bessere Tage, sobald wir das Coronavirus unter Kontrolle gebracht haben.

Es besteht kein Zweifel, dass die nächsten Monate hier in Kalkutta eine Herausforderung sein werden, sowohl für alle, die von Calcutta Rescue unterstützt werden, als auch für die Organisation selbst. Das Ausmaß dieser Herausforderung wird gerade erst deutlich, da sich die Situation hier dramatisch verändert hat, seit ich Euch vor zwei Wochen das letzte Mal geschrieben habe. Die Zahl der bestätigten Fälle in Westbengalen ist auf 312 angestiegen, mit bisher 12 bestätigten Todesfällen. Die Testraten in diesem Bundesstaat sind die niedrigsten in Indien, nur 25 pro einer Million Menschen, verglichen mit einem nationalen Durchschnitt von über 100. Die tatsächliche Zahl der Fälle dürfte also weitaus höher liegen.
Als in Kalkutta in einigen Gebieten Fälle des Virus festgestellt wurden,     Weiterlesen...

 

Heimunterricht für die Kinder im Slum

jack

So wie hier in Deutschland sind auch in Indien die Schülerinnen und Schüler zu Hause. Am 16. März wurden in Westbengalen alle Bildungseinrichtungen zum Schutz gegen das Coronavirus geschlossen. Aber auch für die Schüler und Schülerinnen der Calcutta Rescue Schulen muss der Unterricht irgendwie weiterlaufen. Am Schreibtisch zu Hause? Das wohl eher nicht.

Was Heimunterricht in einem Slum bedeutet ist gar nicht so einfach vorstellbar. Die Kinder leben oft mit ihrer ganzen Familie in einem mehr oder weniger kleinen Raum, zu fünft oder sechst. Dort wird geschlafen, gegessen, gekocht, gelernt, gestritten, gespielt, und noch so einiges mehr. Manche haben noch nicht einmal ein festes Dach über dem Kopf und leben mit Geschwistern, Eltern oder auch Großeltern unter einer Brücke oder Plane.          Weiterlesen...

 

 

jackLiebe Freunde von Calcutta Rescue,

zunächst möchte ich mich für die vielen unterstützenden Nachrichten bedanken, die wir in den vergangenen Wochen erhalten haben.

Zu wissen, dass Ihr Euch um uns und die Arbeit sorgt, die wir in dieser sehr schwierigen Zeit leisten, ist für mich und das ganze Team so ermutigend.

Und wir sind uns sehr bewusst, dass Ihr mit denselben Problemen konfrontiert seid, mit denen wir uns zu tun haben, obwohl der Versuch, so viele benachteiligte Menschen hier in Kalkutta zu unterstützen, uns natürlich vor eine einzigartige Herausforderung stellt. Alles, was Ihr tun könnt, um uns in dieser Krise zu unterstützen, wird daher doppelt geschätzt - sei es das Teilen von Beiträgen in sozialen Netzwerken, euren Freunden vonunserer Arbeit zu erzählen oder etwas zu spenden.         Weiterlesen...

 

Covid-19 in Kalkutta

jackSituation in Kalkutta

Der erste Fall von Covid-19 wurde am 30. Januar 2020 in Indien verzeichnet. Als das Calcutta Rescue-Team in der ersten Märzwoche seine erste interne Richtlinie für Covid-19 entwarf, war die Zahl auf 30 gestiegen. In den zwei Wochen seither, und insbesondere in den letzten Tagen, haben sich die Fälle in alarmierendem Tempo beschleunigt. Seit dem 18. März wurden die ersten Fälle in Westbengalen, genauer gesagt in Kalkutta, entdeckt (siehe https://www.mohfw.gov.in/ für aktuelle Informationen über Indien).

Unser Plan

Seit Februar haben wir einen Plan ausgearbeitet, wie wir unsere Begünstigten weiterhin unterstützen, das Personal schützen und die Ausbreitung der Krankheit eindämmen könnten.
Die erste Priorität bestand darin,       Weiterlesen...

 

jackLiebe Freundinnen und Freunde von Calcutta Rescue,

wir senden euch heute einen Brief, den wir von CEO Jaydeep Chakraborty aus Kalkutta bekommen haben.
Viele von euch haben sich sicher bereits gefragt, wie die Organisation den Schwierigkeiten vor Ort begegnet.
 
Wir hoffen, dass es euch allen gut geht!
 
Herzliche Grüße
Calcutta Rescue Deutschland e.V.

 

Liebe Freundinnen, liebe Freunde von Calcutta Rescue,

es ist für uns alle eine große Herausforderung, wo auch immer wir leben.
Die Geschäfte werden geschlossen, die sozialen Kontakte werden stark eingeschränkt, und wir alle machen uns Sorgen um die Gesundheit ihrer Familien und Freunde.
Unsere kleine Organisation fühlt sich ein wenig wie eine internationale Familie an, deren Unterstützer rund um den Globus verteilt sind, so dass wir hier in Kalkutta ein echtes Gefühl der Solidarität mit dem spüren, was ihr in Europa, Nordamerika und Australien durchmacht. Deshalb möchte ich diese Gelegenheit nutzen, um euch allen von mir und dem Calcutta-Rescue-Team die besten Wünsche zu übermitteln und euch mitzuteilen, wie wir uns dieser Krise stellen.

Bis vor zwei Wochen haben        Weiterlesen...

 

Wie sich Calcutta Rescue auf die Ankunft von Covid-19 vorbereitet hat

jack

Im Februar 2020 begann das Team von Calcutta Rescue mit der Planung, wie es im Falle eines Eintreffens des Corona-Virus in Kalkutta vorgehen würde.

Die Herausforderungen sind enorm. Die Patienten und Schulkinder der Hilfsorganisation leben in unhygienischen und überfüllten Slums. Viele Patienten sind aufgrund der bestehenden Gesundheitsbedingungen bereits gefährdet, und die Umweltverschmutzung und die schlechte Ernährung bedeuten, dass noch viel mehr Menschen einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind.

Das Personal von Calcutta Rescue verfügt       Weiterlesen...

 

Erfahrungsbericht einer Apothekerin

jack„Is it your first time in India?“, fragen mich die meisten Leute, denen ich hier begegne. Ja, es ist mein erstes Mal in Indien und immer wieder bin ich überrascht und manchmal schockiert von den vielen verschiedenen Eindrücken, denen ich hier jeden Tag begegne. Aber solange man eine offene Einstellung behält, kann einem nichts passieren.

Ich wohne im Süden von Kalkutta mit Jen aus England zusammen. Seit die Volontäre nicht mehr unter einem Dach wohnen, ist es manchmal etwas schwierig Zeit für einen regelmäßigen Austausch zu finden. Die Einführung in die Organisation ist wirklich herzlich und jeder nimmt sich  Zeit, auch wenn alle viel mit ihrer eigenen Arbeit beschäftigt sind. Jaydeep kümmert sich wirklich gut um uns Volontäre und hat immer ein offenes Ohr, trotz seiner vielen Pflichten als CEO. Alle Bereiche, in denen die Volontäre arbeiten, sind so unterschiedlich, es ist immer wieder spannend einen Blick in die anderen Projekte zu werfen. Zum Beispiel durfte ich einen Tag beim „Poverty Survey“ in den Slums dabei sein und auch selbst bei der Datenerhebung helfen.

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Infoheft online

infoheft jun2019

Unser Dezember Newsletter ist online. Sie können sich ihn hier herunterladen. Bitte leiten Sie ihn auch an Freunde, Bekannte und Verwandte weiter.

 

 

Die Zwillinge Nilima und Siddi

Winzige Zwillingsmädchen wurden vor zwei Jahren im Frühling 2018 geboren. In Tangra, einem Bezirk Kalkuttas. Ihr Zuhause ist eine kleine Hütte in einem Slum an einem Kanal. Und sie heißen Nilima und Siddi.

Ihre Mutter war Teil des Mutter-Kind-Gesundheitsprogramms bei Calcutta Rescue und wurde bereits in der Schwangerschaft von Sheila, der verantwortlichen Krankenpflegerin, betreut. Ihr Vater ist ein Tagelöhner, manchmal hat er ein paar Stunden Arbeit in irgendeiner der Fabriken, manchmal nicht. Während der momentanen Krise gibt es gar nichts an Arbeit.

Die Zwillinge 2018

Die Zwillinge 2018

In den armen Gesellschaftsschichten ist schon eine Schwangerschaft mit einem Kind nicht immer einfach für Mutter und Baby, und gleich zwei im Bauch zu tragen, ist dort viel mehr noch wie hier eine Risikoschwangerschaft. Dank der guten Versorgung verlief alles ohne Komplikationen. Einmal im Monat fährt Sheila mit der mobilen Straßenambulanz in den Bezirk und schaut wie es den Frauen und den Babys geht. Sie untersucht sie und bringt ihnen Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel mit. Auch organisiert sie Arztbesuche und weitere Diagnostik, wenn es erforderlich ist. Sie hat über zwei Jahrzehnte Erfahrung in diesem Bereich.

Sehr klein waren die Zwillingsmädchen bei der Geburt, zwei Bündel Mensch, wie man auf dem Bild mit ihrer Mutter sehen kann. Aber sie schienen gesund und trotz der Winzigkeit agil. Dann begann die zweite herausfordernde Zeit, die Kinder zu stillen und zu ernähren und sie gesund zu halten in hygienischen und ärmlichen Bedingungen, die das nicht selbstverständlich machen. Auch dabei hat sie Calcutta Rescue unterstützt.

Zwei Jahre später sehen wir zwei tolle starke Mädchen, die umher laufen, sich streiten, bereits Worte nachplappern und Namen aussprechen können. Außerdem haben sie eine Vorliebe für Make-up und malen sich gerne mit Lippenstift und Kajal an, berichtete uns Sheila.

Was für eine Erfolgsgeschichte. Überzeugender könnte es kaum sein. Nun hoffen wir, dass diese zwei quirligen Wesen irgendwann in die Schule gehen werden und mit guter Bildung andere Möglichkeiten erlangen, als es noch ihre Eltern hatten. Vor allem auch als Frauen.

Seit vielen Jahren können wir dieses Projekt mit einem Teil der bei uns eingehenden Spenden unterstützen. Auf das sich nach dem Lockdown alles wieder so gut sortiert für die Unterstützung der Frauen und Babys.

The twins from Tangra.2

Die Zwillinge 2020

Yooby der EXCEL-Experte!

Nachdem sich Line für ihren zweiten Freiwilligeneinsatz bei Calcutta Rescue beworben hatte, kam ein paar Monate später eine Anfrage ihres Freundes, ob er denn auch irgendwo benötigt werden könne. Er würde zusammen mit seiner Freundin, beide aus der Schweiz, nach Kalkutta kommen. Das war Yooby Gigandet aus Fribourg, background: Marketing und Volkswirtschaft.

Nach einem sehr guten Interview wurden Ideen erstellt, wie er das Büro und auch das Fundraising unterstützen könne. Und Calcutta Rescue ist auch immer froh, über passende nicht-medizinische Freiwillige aus z.B. Medien, Kommunikation und IT.

Yooby in der Schule Nr. 1

Yooby in der Schule Nr. 1

Yooby stellte sich als DER Excel-Experte heraus. Unser CEO Jaydeep sagte “Yooby is an EXCEL-Monster” Yooby gab schon bald ganz gezielte Schulungen an die Mitarbeiter im Finanz- und Budgetplanung-Bereich. Excel wurde zwar natürlich schon genutzt, aber nur in Ansätzen. Er zeigte ihnen nicht nur die grundlegenden Anwendungen, sondern wie sie das Programm im ganzen Nutzen und für sich arbeiten lassen können, was viel Zeit einspart und darüber hinaus viel validere Dokumente, Planungen und Berechnungen ermöglicht.

Dafür erstellte er ein ganz eigenes auf Calcutta Rescue abgestimmtes Muster, mit dem Daten durch wenige Schritte viel besser berechnet werden können, mit anderen Dokumenten verlinkt und genauere Vergleiche von z.B. Jahresberechnungen erfolgen können. Und die Mitarbeiter merkten wie vielseitig das auch in anderen Bereichen anwendbar ist.  Davon haben auch die internationalen Fördervereine mit ihren Spendern einen großen Vorteil, es ist dadurch alles noch verständlicher und klarer.

Yooby in Nimtala

Der Freiwillige Yooby mit Team in Nimtala.

Auch im Handwerksprojekt war Yooby mit den dankbaren Mitarbeitern damit tatkräftig im Einsatz. Das ganze Erfassungssystem bekam neue Strukturen und sie profitierten immens von seinem Wissen. Nun können Kosten, Ausgaben, Einnahmen und vieles mehr nicht nur besser, einfacher und zeitsparender dargestellt werden, all das kann nun mit den einzelnen Produkten verbunden werden, um zu sehen, was erfolgreich läuft und was eher nicht gut verkauft wird. Das sind neue Wege für das Projekt im Marketing und auch für die Mitarbeiter sehr motivierend und inspirierend nun genauer hinter die eigene Produktion und Kreativität schauen zu können, auch was Marktfähigkeit angeht. Wir sind gespannt was in nächster Zeit daraus entsteht.

Und zu guter Letzt hat Yooby die vergangenen Monate parallel am Aufbau einer neuen Internetseite für Calcutta Rescue gearbeitet und ist im Moment auch von der Schweiz aus noch mitten drin sie fertigzustellen. Das Ergebnis wird sicher sehr gut!

Am 27.5. hat uns eine Nachricht von Jaydeep erreicht, die wir mit Ihnen teilen möchten:

 

zyklon

"Liebe Freundinnen und Freunde von Calcutta Rescue,

Ich weiß, dass viele von Ihnen über die Situation in Kalkutta nach dem Zyklon Amphan letzte Woche beunruhigt waren, deshalb möchte ich Sie kurz auf den neuesten Stand bringen.

Die gute Nachricht ist, dass alle unsere Mitarbeiter und Schulkinder den Horror von Mittwochnacht überlebt haben und die Auswirkungen auf unsere eigenen Gebäude begrenzt waren. Die schlechte Nachricht ist, dass, obwohl wir hoffen, dass es den meisten unserer Patienten gut geht, wir mit vielen von ihnen keinen Kontakt herstellen konnten. In den ländlichen Gebieten um Kalkutta, in denen viele von ihnen leben, gab es Verwüstungen: Ernten wurden vernichtet, Häuser ausgelöscht und ganze Dörfer überflutet. Innerhalb der Stadt waren Tausende von Häusern in den Slums beschädigt worden. So viele Familien waren durchnässt, nachdem ihre Dächer abgerissen worden waren, ihre Lebensmittel waren ruiniert und in einigen Fällen war ihr karger Besitz weggeweht oder vom Flutwasser weggespült worden.

Es hätte zu keinem schlechteren Zeitpunkt kommen können, da wir uns immer noch im Coronavirus Lockdown befinden und die Zahl der Covid-Fälle rapide angestiegen ist. Hinzu kam, dass die Straßen am Morgen danach wegen der Anzahl der umgeknickten Bäume unpassierbar waren, ein Großteil der Stadt hatte weder Strom noch Wasser und die Mobilfunknetze waren ausgefallen.

Unsere erste Aufgabe bestand darin, dafür zu sorgen, dass es dem gesamten Personal und unseren Schulkindern gut geht. Bis Ende Donnerstag hatten die Schulleiterin Ananya und ihre Lehrer es geschafft, alle 650 Jugendlichen ausfindig zu machen und zu bestätigen, dass sie und ihre Familien in Sicherheit waren, obwohl viele von dem, was sie durchgemacht hatten, traumatisiert waren.

Am Freitag konnte ich Talapark erreichen, um mir ein Bild von der Lage zu machen - ein Teil des Daches unserer Schule war abgerissen worden, und ein Baum war über dem Parkplatz umgestürzt und hatte einen der mobilen Krankenwagen beschädigt. Ich besuchte mehrere nahegelegene Slumviertel und es war offensichtlich, dass viele Familien dringend Plastikplanen zur Reparatur ihrer Hütten brauchten und dass niemand sonst da war, um Hilfe zu leisten. Diese sehr armen Menschen litten bereits unter den Auswirkungen der wochenlangen Abriegelung, ohne Arbeit und Geld, und nun wurden ihre Lebensmittel und Häuser beschädigt oder zerstört.

 Zyklon Amphan

 

So hat sich das Team in einem Dutzend Slums in die Aufgabe gestürzt, die Bedürftigsten mit Folien und Lebensmitteln zu versorgen, während das Team der mobilen Straßenambulanz weiterhin Hilfe in weiter entfernte Gebiete bringt. Die Reparaturarbeiten beginnen heute in der Talapark Schule, dann in der Chitpur Ambulanz und in der Schule Nr. 1, deren Dächer ebenfalls beschädigt wurden

Wie ich bereits in meiner letzten Nachricht schrieb, hatten wir uns darauf konzentriert, das Personal darin zu schulen, wie es unter den Bedingungen von Covid sicher arbeiten kann, wenn die Ambulanzen wieder geöffnet werden. Mit der Lockerung einiger Sperrmaßnahmen in Kalkutta, hatten wir geplant, die Ambulanzen am 1. Juni wieder in Betrieb zu nehmen, aber das muss nun um zwei Wochen verschoben werden, damit Reparaturen möglich sind und wir uns in den kommenden Tagen weiterhin auf die Zyklonhilfe konzentrieren können. Wir installieren auch Plexiglasschirme in den Ambulanzen, um eine physische Barriere zwischen Personal und Patienten zu errichten, und erstellen eine Online-Tabelle, die es uns ermöglicht, die telefonischen Konsultationen unserer Ärzte zu protokollieren.

Eine Woche nach dem Zyklon bin ich erstaunt, wie widerstandsfähig die Menschen hier sind. Was auch immer das Leben ihnen entgegenwirft, sie nehmen die Scherben auf und fangen an, ihr Leben wieder zusammenzufügen - immer und immer wieder.

Ich möchte noch einmal die Mitarbeiter von Calcutta Rescue würdigen, von denen einige Schäden an ihren eigenen Häusern erlitten haben und die sich in den letzten Tagen so engagiert für die Bedürftigen eingesetzt haben.

Und ich möchte Ihnen allen danken, die Sie uns in Ihren Gedanken und Gebeten bewahrt habt. Ich weiß, dass einige von Ihnen bereits Geld gespendet haben, um die Hilfsbemühungen in Westbengalen zu unterstützen, während andere die Botschaft verbreitet und Dinge getan haben, um Geld zu sammeln. Neelu Sharma zum Beispiel, die in London lebt, macht ein 48-stündiges gesponsertes Fasten für Calcutta Rescue.

Es ist so ermutigend zu wissen, dass trotz der globalen Auswirkungen einer Pandemie, Menschen auf der ganzen Welt sich immer noch darum kümmern, was hier geschieht.

Ich danke Ihnen vielmals,

Jaydeep"

 

Zyklon Amphan

Super-Zyklon Amphan

Zyklon Amphan

Zyklone bilden sich immer wieder über der bengalischen Bucht und stürmen über Bangladesch und Westbengalen hinweg. Am Stärksten betroffen sind meist die Küsten und bestimmte Landstriche, in denen die Menschen so gut es geht zum Schutz vorher evakuiert werden.

Am 20.5. wütete der Super-Zyklon Amphan und gegen 18 Uhr abends traf er auch Kalkutta. Die Stadt kommt meistens glimpflich davon, dieses Mal war es so stark wie noch nie und innerhalb drei heftiger Stunden hat er auch in der Stadt ein Bild der Verwüstung und Zerstörung hinterlassen.

Den Mitarbeitern von Calcutta Rescue geht es soweit gut. Sie haben auch bereits ein paar Nachrichten von Bedürftigen, Schulkindern und Patienten. Vier Familien in der Strand Road entlang des Hooghly Flusses (und vermutlich noch vielen anderen dort) sind ihre kompletten Häuser weg geweht worden und sie haben nichts mehr als eine Plastikplane, um sich und ihr weniges Hab und Gut zu schützen. Viele der Kinder und Familien stehen ohne Dach über ihrem Zuhause da. Ein ehemaliger Schüler von Calcutta Rescue, nun Student, erzählte, dass ein Baum direkt neben seiner Hütte herunter kam. Er hatte Glück - und eine riesen Angst.

Umstürzende Bäume und auch die Strommasten sind mit die größte Gefahr während des Sturms und Regens. Und davon sind viele zu Boden oder auf Häuser gefallen. Etliche Straßen und Bezirke wurden zusätzlich überflutet. Das wirkliche Ausmaß ist noch nicht zu überschauen. Vielerorts wurde die Stromversorgung unterbrochen. Menschen sind nicht erreichtbar. Die Behörden gehen davon aus, dass auch viele Straßen und Bahngleise zerstört sind.

Auf dem Foto seht ihr die Talapark Schule von Calcutta Rescue ohne Dach und mit Schäden an den Wänden und des Interiors. Auch auf der anderen Schule wurde ein Teil des Daches weggerissen. Auf dem Parkplatz sind Bäume auf die Fahrzeuge gestürzt. Westbengalen hat bereits einige Todesopfer zu beklagen und ein Meer an Verwüstung. Wie so oft trifft es die Ärmsten in den Slums am meisten. Talapark Schule nach dem Zyklon Amphan

Das Team von Calcutta Rescue wird sich in den kommenden Tagen ein Bild über die Schäden an Fahrzeugen, Einrichtungen und den Häuser und Hütten aller Bedürftigen machen, um zu sehen, was alles wieder aufgebaut und repariert werden muss. Eine zusätzlich große und aufreibende Aufgabe neben der Bewältigung des Covid Lockdowns mit weiteren finanziellen Hürden.
Helft mit und unterstützt hier!